WhatsApp in der Erziehung - Kinder sollten im Umgang mit Messengern begleitet werden


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    WhatsApp ist ein sogenannter Nachrichtendienst oder auch Messenger. Mittlerweile ist WahtsApp das zentrale Kommunikationsmittel mit dem Handy in Familien. Auf den meisten Telefonen ist der Messenger deshalb zu finden und lockt mit seiner einfachen Handhabung.

     WhatsApp in der Erziehung InFabeo Magdeburg

    Photo by Alexander Dummer on Unsplash

    Für Kinder ist der Austausch über WhatsApp völlig selbstverständlich geworden. Die Oma, der Papa, die Mama und alle anderen Familienmitglieder lassen sich mit einem Tipp auf den Nachrichtendienst leicht erreichen. Sie benutzen ihn, so wie früher die SMS, das Telefon (für Telefongespräche) oder vor langer, langer Zeit einen Zettel und Stift zum Verfassen von Nachrichten.

    Doch bei der Benutzung von WhatsApp ist Aufmerksamkeit der Eltern mit ihren Sprösslingen geboten. Denn im Unterschied zu früheren Formen des Schreibens von Nachrichten ist WhatsApp ein prinzipell öffentliches Medium. Das heißt, auch Fremde können über den Nachrichtendienst Kontakt zum Kind aufbauen. Das sind in der Regel die Klassenkameraden, Freunde oder Bekannte.

    Jedoch können auch völlig Fremde Kontakt per Messenger aufnehmen. Hier gilt es gut hinzusehen und mit Ihrem Kind zu besprechen, wer mit ihm Kontakt aufnehmen darf und wer nicht. Diese Form der (Kommunikations-) Erziehung ist nicht neu und im Prinzip kennen wir sie alle. „Mit Fremden spricht man nicht!“, „Wenn Dich ein fremder Mann anspricht, dann gehst Du weiter oder bittest andere um Hilfe“, „Man nimmt keine Süßigkeiten von Fremden an …etc.“. Auf digitale Medien wie WhatsApp übertragen heißt das, auch hier dürfen nur Menschen Kontakt aufnehmen, die Sie und ihr Kind kennen und denen es explizit erlaubt wird.

    Doch WhatsApp und Messenger im Allgemeinen (z.B. Telegram) bergen ein weiteres wichtiges Thema, dass besprochen werden sollte und früher oder später alle Eltern erreicht. Es geht um den Umgang mit dauerhafter Erreichbarkeit in Einzel- und Gruppenchats sowie der Frage, wie mit einer Flut von Nachrichten umgegangen werden kann.

     

    Wir alle kennen das. Wir sind in einer Gruppe mit einem bestimmten Thema, z.B. einem Geburtstag oder einer Elterngruppe aus der Kita. Hier passiert es nur allzuschnell, dass aus einer einfachen und ggf. kleinen Frage eine Flut von Antworten generiert wird, die nicht mehr aufhören. „Hat eigentlich jemand den roten Schal von Antonia gesehen? Es ist schon der zweite Schal, der in der Kita weggekommen ist.“ Eine solche Nachricht in einem Elternchat mit 30 Elternpaaren führt binnen kürzester Zeit zu einer Unzahl von Antworten und schnell geht es nicht mehr um einen roten Schal sondern um die verschiedensten großen und kleinen Ärgernisse im Zusammenhang mit der Kita. In den Chats Ihres Kindes ist es ähnlich. Es gibt Chatgruppen, in denen schnell mal ein paar hundert Mitglieder z.B. aus der Schule zusammen kommen. Die Folge sind eine Flut von Nachrichten und die schwierige Aufgabe, wie man damit umgehen soll.

    Dieses Thema sollten Sie miteinander besprechen, denn genauso wie vielen Erwachsenen fällt es gerade Kindern und Jugendlichen schwer zu entscheiden, welche Information relevant sind und wie man damit umgehen kann, wenn binnen kürzester Zeit 150 mehr oder weniger sinnvolle Nachrichten in einer Gruppe landen. Alle lesen? Keine lesen? Kurz draufgucken? Gruppe laut stellen um nichts zu verpassen? Gruppe stummschalten um nicht gestört zu werden? Gruppe verlassen?

    Für Beratungen zu den Themen Handysucht, Kommunikation und Konflikten mit Ihrem Kind wenden Sie sich gern an Infabeo.de Nehmen Sie Kontakt auf und vereinbaren Sie einen Termin.


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